Führung fängt bei sich selbst an

Führung fängt bei sich selbst an

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung, des demografischen Wandels und der immer stärker werdenden Vernetzung braucht es eine andere Führung als bisher.

So sind viele Führungskräfte und Firmen auf der Suche nach neuen Führungskonzepten und geänderten Führungsmethoden.

Doch statt komplizierter neuer Managementkonzepte, wäre es hilfreich, sich einfach auf grundlegende Verhaltensweisen zu besinnen.

So sind Tugenden wie Empathie, Achtsamkeit, Flexibilität und Vertrauen nicht nur im privaten Bereich entscheidend, sondern werden in der heutigen Führungswelt immer mehr gefragt.

Führen mit Empathie, Mindful Leadership und Holistic Leadership sind nur eine der Begriffe, die im Hinblick auf ganzheitliche Führung immer wieder auftauchen.

Aber gerade die Vielfalt der Anforderungen lässt so manche gestandene Führungskräfte und Nachwuchsführungkräfte ihre Grenzen erkennen.

So reicht es heute nicht mehr, als Spitzenmanager Generalist, Allrounder, ein guter Betriebswirt oder Jurist zu sein.

Vielmehr bedarf es ethischer, soziologischer, psychologischer und philosophischer Fähigkeiten, um die verantworteten Prozesse in ihrer Komplexität überschauen und lenken zu können. Außerdem bekommt das Thema Selbstführung einen immer größeren Stellenwert.

Führungskräfte sind die Pioniere der Neuzeit. Ihre Fähigkeiten gilt es zu entwickeln und Werte wie Neugier, Mut, Entdeckergeist, Kreativität, Querdenkertum und Selbstreflexion zu unter-stützen und auszubauen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe für die modernen Führungsansätze, die jedoch leistbar ist.

Mehr Achtsamkeit schafft Führungskompetenz

Nur wer bereit ist, sich selbst besser kennenzulernen, im Augenblick zu leben und sein Fühlen und Verhalten zu reflektieren, wird in der Lage sein, moderne Anforderungen an Führung zu genügen. Denn wer mit sich selbst verantwortlich umgeht, kann das was um ihn herum passiert annehmen und es nicht sofort zu bewerten, ob es gut oder schlecht ist.

Dies führt dazu, offen zu sein für Neues, für Veränderungen und Innovationen und gibt gleichzeitig dem Mitarbeiter die Möglichkeit,  seine Kreativität einzubringen und damit verantwortlicher  Teil eines Gestaltungsprozesses zu sein.

Dies setzt jedoch Mut, Flexibilität und Selbstvertrauen in das eigene Handeln voraus.

Digitalisierung als Chance

Führungskräfte, die Digitalisierung als Chance begreifen, werden durch sie ungeahnte Führungsmöglichkeiten bekommen. Diejenigen, denen hierarchische und prozessorientierte Strukturen jedoch Halt und Sicherheit geben, werden daran verzweifeln.

Denn die zunehmende Digitalisierung wird dazu führen, die Freiheit der Führungskräfte zu erweitern, indem beispielsweise die Unternehmenspräsenz eine immer geringere Rolle spielt.
Gleichzeitig werden damit aber auch althergebrachte und lange praktizierte Strukturen aufgebrochen und die strikte Trennung von Berufs- und Privatleben immer mehr verwischt.

Diese Veränderungen können ein Strukturvakuum und Gefühle wie Unsicherheit und Überforderungen  bewirken.  Sie setzen bei den Betroffenen Mut, Risikofreudigkeit und ein sehr gutes Selbstmanagement voraus.

Für diejenigen, die sich selbst genau kennen und gut reflektiert haben wird das eine willkommene Chance sein, ihr Umfeld neu zu gestalten und ihre Arbeitswelt interessanter und motivierender zu erleben.

Den anderen bleibt nur, sich den Veränderungen zu stellen und sich in erster Linie selbst besser kennenzulernen.

Führung heißt Potentialerkennung

Mit dem Verwischen der streng hierarchischen Strukturen kommt dem Team eine ganz andere Bedeutung zu. Nicht nur die Förderung des Teamgedankens  ist entscheidend, sondern vor allem, was in den einzelnen Teammitgliedern für Potentiale stecken.

Zukünftig beinhaltet Führung  also auch genaues Zuhören, Erkennen von Stärken, eine umfassende Feedback-Kultur und gemeinsames Interagieren.

Nur so können in einer wenig hierarchisch strukturierten Organisation gemeinsame Ziele definiert  und unter der bestmöglichen Einbeziehung  aller ein optimales Ergebnis erreicht werden.

Moderne Führer sind nicht mehr die klassischen Chefs, die in einer Hierarchie oben anstehen, sondern vielmehr Coaches, Mentoren, Ideengeber  und kreative Querdenker. Sie haben gelernt, sich selbst zu vertrauen und besitzen den nötigen Mut, um sich und ihren Mitarbeitern die neue Freiheit im Sinne des gemeinsamen Zieles und Erfolges zu gewähren.

Moderne Führer sind Vorbilder

In einer Welt, die im starken Wandel begriffen ist, kommt gelebten Vorbildern ungeheure Bedeutung zu. Sie vermitteln Werte und geben damit Halt, Stärke, Mut und Klarheit.

Nur Führungskräfte, die ihre eignen Werte für sich definiert haben und diese auch authentisch vorleben, können diese anderen vermitteln und als Vorbild wahrgenommen werden.

Deshalb ist die Sinnfindung ein extrem wichtiger Vorgang für alle modernen Führungskräfte, die ihnen gerade in Zeiten von Unsicherheit, geänderten Strukturen, Wegfall alter Hierarchien und Gewohnheiten die nötige Sicherheit und das Selbstvertrauen gibt, um den bestmöglichen Weg im Sinne eines nachhaltigen Unternehmenserfolges zu gewährleisten.

 

Führung von heute ist zwar komplex und verlangt eine Vielzahl an sozialen Kompetenzen, doch sie ist machbar. Voraussetzung ist dabei, die Bereitschaft zu Flexibilität, Team-orientierung, flacheren hierarchischen Strukturen, ergebnisorientierter Reflexion und der wirksamen Selbstführung.

Da die geforderten sozialen Kompetenzen jedoch nicht allen gegeben und auch bis heute kein Bestandteil von Ausbildung und Studium sind, können sie nicht nur gelernt, sondern vielmehr wie ein Muskel trainiert werden.

Ich kann deshalb nur allen Führungskräften dringen empfehlen, sich durch Mentoren, Coaches und Trainer fit für die zukünftigen Führungsaufgaben zu machen und bei ihnen ins Trainings-lager zu gehen.

 

Margarita von Mayen – Mentorin für Führung und Veränderung – MagWayUG

Business Coach | Managementtrainerin | Rednerin | Buchautorin | www.magway.de

Seminare: www.magway.de/magacademy | Bücher: www.magway.de/magautor

 

Führung kann leicht gehen –Als Führungsfrau ganz entspannt führen

Führung kann leicht gehen –Als Führungsfrau ganz entspannt führen

Viele Frauen scheuen sich in Führung zu gehen. Sie haben Befürchtungen, Ihre Familie zu vernachlässigen, den vielfältigen Rollenanforderungen nicht gerecht zu werden oder schrecken davor zurück, in einer oft männerdominierten Welt ihre Frau zu stehen.

Völlig zu Unrecht, denn mit ein paar Tricks und der weiblichen Adaption männlicher Erfolgsrezepte kann dies ganz leicht gelingen.

Netzwerken zum Erfolg

Gerade im Bereich Netzwerken können wir von den Männern lernen. Sie schaffen sich frühzeitig ihre Beziehungswege zum Erfolg und netzwerken. Sei es durch Alumni der Schule, Universität oder später durch berufliche, caritative oder private Netzwerke. So pflegen sie von Beginn an Kontakte, die ihnen später den beruflichen Weg nach oben ebnen. Das ist für sie selbstverständlich und setzt sich häufig auch in ihrer beruflichen Umgebung fort, wo durch gemeinsame Hobbies ein ganz selbstverständlicher Transfer in den privaten Bereich erfolgt.

Also zögern wir nicht, sondern fangen endlich an, unsere Position zu stärken und uns zu vernetzen, um uns gemeinsam zum Erfolg zu verhelfen. Das kann zunächst in reinen Frauennetzwerken erfolgen, später jedoch unbedingt auch dort, wo Männer sich treffen. Denn hier wird noch häufig der Kuchen verteilt.

Mentoren sind Türöffner

Scheuen Sie sich nicht, auf dem Weg nach oben gerade auch männliche Mentoren zu Rate zu ziehen.
Dies ist unabdingbar, wenn Sie sich in Männerdomänen bewegen. Sie haben die nötigen Kontakte, wissen, wer Sie unterstützen kann und können ihnen wertvolle Tipps geben.

Außerdem sind es Männer, die ihnen die Türe zu den internen Netzwerken und Führungszirkeln öffnen können. Das männliche Ego wird ihnen da sehr gerne behilflich sein.

Sagen Sie öfter mal JA

Sind wir doch mal ehrlich: Wenn es um die Verteilung von Positionen, wichtigen Aufgaben, prestigeträchtigen Veranstaltungen geht, stellen wir Frauen uns gerne hintenan.

Trotz bester fachlicher Kompetenzen halten uns unsere weiblichen Eigenschaften davon ab, uns in den Vordergrund zu drängen, während Männer oft erst einmal JA sagen, ohne zu  wissen, ob sie der
Aufgabe gewachsen sind.

Also trauen Sie sich mehr zu! Sagen Sie einfach mal JA und überlegen dann, wie Sie die Aufgabe bewältigen können. Das zeugt von Selbstvertrauen und Führungskompetenz und verschafft Ihnen Achtung.

Perfektion steht Ihrem Erfolg im Weg

Ein häufig bei Frauen anzutreffendes Phänomen ist, dass sie alles 150% machen wollen. Dabei steht die gerade dieser Perfektionismus und die Übererfüllung ihrem Erfolg ganz gravierend  im Weg.

Denn sie trauen sich manche Aufgaben nicht zu, setzen sich selbst unter Zeit- und Erfolgsdruck, bekommen zu wenig abgearbeitet und haben keine Zeit für andere interessantere Themen und Optionen.

Also vertrauen Sie dem guten alten Pareto-Prinzip und arbeiten Sie mit 20% des Gesamtaufwands 80% der Ergebnisse ab. Weniger ist mehr. Trauen Sie sich einfach. Statt in einer Sitzung 150% vorbereitet zu sein, machen Sie einfach mit einem fulminanten Vorschlag und einem starken Abgang von sich reden. Sie werden über die Wirkung erstaunt sein.

Schaffen Sie sich ihre Bühne

Was nutzt es, wenn Sie fachlich brillant sind, aber kaum jemand davon weiß? Wohl nicht besonders viel.

Deshalb – machen Sie es wie ihre männlichen Kollegen und suchen sich die passenden Bühnen. Ob Präsentationen, Vorträge, Workshops oder Kongresse, stehen Sie parat und zeigen der Welt, was Sie können.

Nur Mut, auch wenn es am Anfang noch etwas schwer fällt. Mit jedem Auftritt wird es besser und Perfektion ist auch hier vor allem eines:  Ziemlich langweilig.

Also worauf warten sie noch?

Seien Sie nicht der bessere Führungsmann, sondern eine wunderbar weibliche Führungsfrau.

 

Näheres finden Sie in meinem Buch ‚Der Anti-Stress-Trainer für Führungsfrauen‘  – http://www.springer.com/de/book/9783658123963

Ich bringe Sie in Führung – Mehr zu meinen Coaching- und Trainingsangeboten:  http://www.magway.de

Foto: fotolia

 

Do it MagWay!

Wollen Sie rosa Elefanten sehen?

Wie oft hat sich unser Lebensplan als große Fata Morgana heraus gestellt? Beziehungen scheitern oder sind nicht glücklich, Kinder gehen eigene ungewohnte Wege, der Beruf bringt nicht die gewünschte Erfüllung, die Beförderung stellt sich nicht ein, der Urlaub ist keine Erholung, das Haus im Grünen bleibt ein Traum, die Firma geht insolvent und Krankheiten bringen unser Gefüge durcheinander.

Warum Risiken eingehen und unvernünftig sein? Warum also nicht alte eingefahrene Wege verlassen?

Der Lohn die alten Muster hinter sich zu lassen, keine Angst vor Fehlern zu haben, darauf zu pfeifen, was andere davon halten, kann ein glückliches und erfülltes Leben sein.

Nur wer sein Schwarz-Weiß-Denken aufgibt, wird irgendwann rosa Elefanten sehen!

Wenn Sie bereit für diesen Sichtwechsel sind, wäre es mir eine große Freude, Sie auf diesen neuen spannenden Weg begleiten zu können.